In Phuket Town

An der Rezeption sagt man mir, da sei ein Anruf für mich gewesen. Aha, und wann? Vor einer Stunde, sagt die Rezeptionistin. Sie habe den Anruf zu meinem Zimmer durchgestellt, doch ich hätte mich nicht gemeldet. Ich hatte weder etwas gehört, noch einen Telefonapparat im Zimmer gesehen. Der junge Mann-für-Alles begleitet mich zum Zimmer, findet den Telefonapparat hinter dem Fernseher und macht ihn (er funktioniert nicht) jetzt einsatzfähig …

In Thailand gebe es drei Jahreszeiten, habe ich vor vielen Jahren von einer Thai Airways Stewardess gelernt. Hot, hotter, hottest. Weshalb es denn auch gilt, sich gegen ungewohnte Kühle entsprechend zu wappnen. Die junge Frau, die bei 7/11 Yoghurt und Milchdrinks ins Kühlregal stellt, trägt eine Skijacke …

Im Strassenrestaurant, wo ich jeden Tag hingehe, steht ein Motorrad zwischen den Tischen und die Frau von gegenüber sagt: Wannee close chef mau. Was meint: Heute ist geschlossen, die Köchin ist besoffen.  Offenbar war dann der Hangover der Köchin doch nicht so schlimm. Als ich nämlich eine gute Stunde später wiederum vorbeiging, sah ich sie das Lokal auf Vordermann bringen … das mache sie nur wegen mir, lachte sie, als sie mich sah …

Da gehört Mango dazu, sagt die Tante der beiden jungen Frauen, in deren Cafe ich regelmässig auf einen Cappuccino vorbeischaue, als sie meinen ’sticky rice‘ und die Kokosnussmilch sieht, die ich gerade gekauft hatte. Sie nimmt meinen Einkauf an sich, geht in die Küche und kurz darauf steht mein Lieblingsdessert vor mir: sticky rice with mango.
In einem Schweizer Cafe kann ich mir das irgendwie nicht vorstellen …

168 CUPS heisst das Lokal, das verspricht: Good Coffee Everyday. Wieso 168? Weil die Woche 168 Stunden habe …

Die Stadt wimmelt von Zahnarztpraxen: Dent Center, Dental Home Clinic, Dental Master gehören zu meinen Lieblingsbezeichnungen.

Der Minibus, der mich zu einer Drei-Inseln-Tour abholt, ist bereits mit drei Pärchen besetzt. „Are you single?“ begrüsst mich ein Chinese. „Divorced“ lache ich zurück und natürlich versteht er mich nicht. Es ist nicht immer eine gute Idee, in fremden Ländern witzig sein zu wollen.

Ich nehme an, die anderen beiden Pärchen seien auch Chinesen (die reisen doch immer in Gruppen), doch dann stellt sich heraus, dass eines aus Korea und das andere aus Thailand stammt.

Wie lange ich schon hier sei? fragt der Chinese. Zwei Wochen, erwidere ich. Er zeigt sich beeindruckt davon, wie fliessend ich mich mit der Thailänderin unterhalte. Ich kläre ihn auf: das sei Französisch (die Eltern der Thailänderin führen in Genf ein Restaurant) und nicht etwa Thai …

In einem Strandrestaurant am Karon Beach:
Sagt eine etwa 50jährige Thai zu einem etwa 60jährigen deutschen Ehepaar: When men finish love they go.
Das deutsche Ehepaar nickt.