Was der Mensch nicht alles glaubt …

Zwei Jugendliche wollen ihrer Lehrerin nicht die Hand geben und begründen das mit ihrem Glauben. So verdächtig nahe am 1. April, dass man fast instinktiv an einen Scherz glauben mochte. Doch weit gefehlt! Die Medien lassen Vertreter (und Vertreterinnen) von muslimischen Verbänden zu Wort kommen, die darüber informieren, was ihre Religion vorsieht und was nicht beziehungsweise was sie glauben, dass diese vorsieht oder nicht. Und ich staune wieder einmal darüber, was der Mensch so alles zu glauben imstande ist.

Worüber ich mich auch wundere: dass Lehrer, die für solches Gebaren Verständnis aufbringen, nicht unverzüglich entlassen werden. Doch so recht eigentlich wundere mich gar nicht, denn viele heutige Lehrer und Lehrerinnen sind nun einmal so.

Dann lernten wir, dass Briefkastenfirmen legal sind und der Steueroptimierung dienen. Das wussten wir zwar schon wegen des Kantons Zug und auch wegen Schneider-Ammann, der ganz sicher nie etwas Illegales machen würde. Steueroptimierung? Schon verblüffend, was Mächtige alles zurechtbiegen und als legal deklarieren. In sogenannten Demokratien braucht es dafür keinen Volksentscheid.

Nicht alles Legale sei legitim und Ähnliches lese ich, doch wie es kommt, dass höchst Anstössiges und dem Gleichheitsgrundsatz klar Zuwiderlaufendes überhaupt als legal gelten kann? Das wird nicht gefragt. Natürlich nicht.

Nur keine Grundsatzdebatten! Etwa darüber, dass legal ja nicht viel mehr heisst, als dass Interessengruppen Gesetze eingebracht haben, von denen nur sie profitieren und die allen anderen (ausser vermutlich ein paar wenigen Heidis und Heinis, die heutzutage aus mir unerfindlichen Gründen Aktivisten genannt werden – gibt es auch Passivisten?) vollkommen unbekannt sind.

Die meisten von uns glauben, legal bedeute, dass alles seine gute Ordnung habe. Fragt sich nur für wen.