Freddies Medien-Geschichten (5)

Das Wirtschaftsmagazin Forbes habe Angela Merkel zur mächtigsten Frau der Welt gewählt – zum sechsten Mal in Folge, las Freddie auf Spiegel Online. Begründet wird dies mit Merkels EU- und Wirtschaftspolitik und mit ihrer Haltung in der sogenannten Flüchtlingskrise: „Indem sie Deutschlands Grenzen in den vergangenen Jahren für über eine Million Migranten aus Syrien und anderen muslimischen Ländern öffnete, beschloss Merkel, ihre Macht mit der ungewöhnlichsten aller geopolitischen Strategien auszuüben: purem Humanismus.“

Purer Humanismus? Wirklich? Das wäre wohl das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass sich eine Politikerin (oder ein Politiker) davon leiten lässt. Zudem: Wie misst man eigentlich „mächtigste Frau“? Auf Platz zwei hat Forbes übrigens Hillary Clinton platziert, die unter einem für alle ersichtlichen enormen Erfolgszwang leidet, was eher auf  Krankheit als auf Macht hinweist.

Man müsse auf die Menschen (gemeint waren die, welche sich in Europa ein besseres Leben erhoffen) zugehen, meinte eine deutsche Grüne in einer Talkshow. Wie kommt es bloss, dass Leute, die solchen Stuss von sich geben, in einem Parlament sitzen? Zudem: Kann es wirklich sein, dass jemand solche Plattheiten ernst nimmt?

Freddie kam oft mit Unbekannten ins Gespräch, freiwillig. Dazu aufgefordert zu werden, ging ihm ziemlich auf die Nerven. Sollen solche Politiker doch das selber machen. Nicht auf Wahlveranstaltungen oder im Fernsehen, sondern im richtigen Leben.

Andererseits: Wenn er sich vorstellte, dass eine (es kann auch ein Mann sein), die so denkt, also mit der geballten Gutwilligkeit einer wild entschlossenen Missionarin, auf ihn zukäme … Er würde sofort Reissaus nehmen.

Freddie war froh, dass er viele Menschen nur via Fernsehen wahrnehmen musste. Denn der lässt sich ausschalten.